Kündigung erhalten in Hannover – Fristen, Arbeitsgericht und offene Ansprüche
Kurz gesagt
Wer in Hannover eine Kündigung erhalten hat, muss eine Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht Hannover erheben, das im Fachgerichtszentrum Leonhardtstraße 15 sitzt und für die ganze Region Hannover zuständig ist. Prüfen Sie zugleich, ob noch Lohn, Überstunden oder Urlaub offen sind – dafür gelten oft eigene, kurze Fristen.
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Kündigungsschutzklage: drei Wochen ab Zugang (§ 4 KSchG). Offene Zahlungsansprüche: vertragliche oder …
Kündigungsschutzklage: drei Wochen ab Zugang (§ 4 KSchG). Offene Zahlungsansprüche: vertragliche oder tarifliche Ausschlussfristen prüfen – sie betragen häufig nur wenige Monate.
Kündigung erhalten in Hannover: Gericht und Landesarbeitsgericht unter einem Dach
Im Fachgerichtszentrum finden Sie das Arbeitsgericht Hannover und das Landesarbeitsgericht Niedersachsen an derselben Adresse: Leonhardtstraße 15, 30175 …
Im Fachgerichtszentrum finden Sie das Arbeitsgericht Hannover und das Landesarbeitsgericht Niedersachsen an derselben Adresse: Leonhardtstraße 15, 30175 Hannover. Das Arbeitsgericht ist örtlich für die gesamte Region Hannover zuständig. Wer etwa in Langenhagen am Flughafen, in einem Werk in Stöcken oder in einer Verwaltung am Maschsee beschäftigt ist, landet in erster Instanz hier.
| Angabe laut Gericht | |
|---|---|
| Zentrale | 0511 89750-0 |
| Telefonische Sprechzeiten | Mo–Fr 9–12 Uhr |
| Rechtsantragstelle | Mo–Fr 9–12 Uhr, nur mit Termin: 0511 89750-744 |
| Nachtbriefkasten | außen links am Eingangsportal, Fristsachen bis 24 Uhr |
Wichtig: Die E-Mail-Adresse des Gerichts dient nur Verwaltungsangelegenheiten. Eine Klage per einfacher E-Mail ist nicht wirksam eingereicht.
Fotografieren Sie die Kündigung, tragen Sie Name und E-Mail ein – fertig in etwa einer Minute. Eine Partner-Fachanwältin oder ein Partner-Fachanwalt schaut sich Ihren Fall an und antwortet werktags binnen 24 Stunden.
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Kündigung und offenes Geld: der unterschätzte zweite Konflikt
Viele Ratgeber konzentrieren sich nur auf die Frage, ob die Kündigung wirksam ist. In der Praxis streiten Beschäftigte aus der Region Hannover aber oft …
Viele Ratgeber konzentrieren sich nur auf die Frage, ob die Kündigung wirksam ist. In der Praxis streiten Beschäftigte aus der Region Hannover aber oft zusätzlich ums Geld: um die letzten Gehälter, nicht vergütete Überstunden oder Urlaub, der vor dem Ausscheiden nicht mehr genommen werden kann.
- Gehalt bis Fristende: Bis zum Ablauf der Kündigungsfrist besteht der Lohnanspruch fort. Stellt der Arbeitgeber Sie frei, ändert das daran meist nichts – mehr dazu unter Freistellung.
- Lohn nach dem Kündigungstermin: Gewinnen Sie eine Kündigungsschutzklage, kann Ihnen für die Zwischenzeit Annahmeverzugslohn zustehen (§ 615 BGB); Zwischenverdienst und Arbeitslosengeld werden angerechnet.
- Ausschlussfristen: Viele Arbeits- und Tarifverträge verlangen, dass Ansprüche binnen kurzer Zeit schriftlich geltend gemacht werden. Wer das versäumt, kann sie verlieren. Was dahintersteckt, erklärt der Lexikonbeitrag Ausschlussfrist.
- Mindestlohn: Seit dem 1. Januar 2026 liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 13,90 Euro brutto pro Stunde. Unterschreitungen lassen sich auch rückwirkend einfordern.
Seit dem 1. Oktober 2025 ist das Arbeitsgericht Hannover zudem zentrales Mahngericht für die niedersächsische Arbeitsgerichtsbarkeit. Das arbeitsgerichtliche Mahnverfahren (§ 46a ArbGG) eignet sich für unstreitige Zahlungsforderungen. Bestreitet der Arbeitgeber, geht es ins normale Klageverfahren über. Ausführlich: Arbeitgeber zahlt Lohn nicht.
Branchen in der Region – und was das für Kündigungen bedeutet
Die Region Hannover ist geprägt von Fahrzeugbau und Zulieferindustrie, Versicherungen und Finanzdienstleistern, Messe- und Veranstaltungswirtschaft, Handel und …
Die Region Hannover ist geprägt von Fahrzeugbau und Zulieferindustrie, Versicherungen und Finanzdienstleistern, Messe- und Veranstaltungswirtschaft, Handel und Logistik sowie Landes- und Kommunalverwaltung. In großen Industrie- und Versicherungsbetrieben gibt es meist einen Betriebsrat, der vor jeder Kündigung angehört werden muss; Fehler dabei können eine Kündigung unwirksam machen. Im Messe- und Eventbereich wiederum sind kleinere Teams und projektbezogene Verträge häufiger – hier stellen sich eher Fragen zum Kleinbetrieb oder zu Befristungen.
Rechtsantragstelle, Gewerkschaft oder Fachanwalt?
Die Rechtsantragstelle in der Leonhardtstraße ist eine gute Anlaufstelle, wenn Sie selbst klagen möchten. Sie formuliert Ihre Klage, berät aber nicht. …
Die Rechtsantragstelle in der Leonhardtstraße ist eine gute Anlaufstelle, wenn Sie selbst klagen möchten. Sie formuliert Ihre Klage, berät aber nicht. Gewerkschaftsmitglieder erhalten oft Rechtsschutz über ihre Gewerkschaft. Wer anwaltlich vertreten werden möchte, sollte die Kostenregel kennen: In der ersten Instanz trägt jede Partei ihre Anwaltskosten selbst, auch im Erfolgsfall (§ 12a ArbGG). Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt diese Kosten häufig.
Checkliste: Kündigung in Hannover
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Häufige Fragen
Wo ist das Arbeitsgericht Hannover?
Das Arbeitsgericht Hannover sitzt im Fachgerichtszentrum in der Leonhardtstraße 15, 30175 Hannover. Im selben Haus befindet sich das Landesarbeitsgericht Niedersachsen, das über Berufungen entscheidet. Die Zentrale ist unter 0511 89750-0 erreichbar. Ältere Adressangaben in Branchenbüchern oder Kanzlei-Websites können überholt sein – maßgeblich ist die Website des Gerichts.
Ist das Arbeitsgericht Hannover auch für Garbsen oder Laatzen zuständig?
Ja. Das Arbeitsgericht Hannover ist für Arbeitsrechtsstreitigkeiten aus der gesamten Region Hannover zuständig – also neben der Landeshauptstadt auch für Kommunen wie Garbsen, Langenhagen, Laatzen, Lehrte oder Burgdorf. Maßgeblich ist meist der Sitz des Arbeitgebers oder der Ort, an dem Sie gewöhnlich arbeiten, nicht Ihr Wohnort.
Wie bekomme ich einen Termin bei der Rechtsantragstelle in Hannover?
Die Rechtsantragstelle arbeitet montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und nur nach vorheriger telefonischer Terminvergabe unter 0511 89750-744. Das Gericht weist darauf hin, dass es trotz Termin zu Wartezeiten kommen kann. Planen Sie deshalb früh – die Rechtsantragstelle hilft beim Formulieren der Klage, berät aber nicht zu Erfolgsaussichten.
Kann ich die Klage am letzten Tag noch in Hannover einwerfen?
Laut Gericht gibt es am Eingangsportal des Fachgerichtszentrums einen Nachtbriefkasten; Fristsachen können dort am Tag des Fristablaufs bis 24 Uhr eingeworfen werden. Verlassen sollten Sie sich darauf nicht: Eine Klage in letzter Minute ist fehleranfällig. Lassen Sie die Kündigung früh prüfen und die Klage mit zeitlichem Puffer einreichen.
Mein Arbeitgeber zahlt nach der Kündigung keinen Lohn mehr – was tun?
Bis zum Ende der Kündigungsfrist steht Ihnen Ihr Gehalt grundsätzlich zu, auch bei einer Freistellung. Fordern Sie offene Beträge schriftlich an und achten Sie auf Ausschlussfristen in Vertrag oder Tarifvertrag, die oft kurz sind. Für unbestrittene Geldforderungen kommt auch ein arbeitsgerichtliches Mahnverfahren in Betracht; in Niedersachsen ist dafür seit Oktober 2025 zentral das Arbeitsgericht Hannover zuständig.
Muss ich für eine Prüfung meiner Kündigung zu einer Kanzlei in Hannover?
Nein. Gekündigt24 hat kein Büro in Hannover und arbeitet bundesweit digital. Sie laden ein Foto der Kündigung hoch und erhalten werktags innerhalb von 24 Stunden eine kostenfreie Ersteinschätzung durch eine Partner-Fachanwältin oder einen Partner-Fachanwalt für Arbeitsrecht. Eine beauftragte Partnerkanzlei kann Sie anschließend vor dem Arbeitsgericht Hannover vertreten.
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Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zum Arbeitsrecht und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Für eine verbindliche Einschätzung Ihres Falls wenden Sie sich an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt – z. B. über die kostenfreie Ersteinschätzung von Gekündigt24.
Stand: 09.10.2026
